Bye bye Australien - schön wars!
Geschrieben von Nico am 24. Juli 2009 | Abgelegt unter Work&Travel in Australien
(kleiner Nachtrag nach dem Fertigstellen des Blog: Ne Tasse Kaffee wäre mal wieder angebracht! :-))
Noch ein paar Stunden und wir sind weg. Wehmut - Aufgeregtheit - Stolz - Freude… viele Gefühle mischen sich im Moment. Wir können auf eine wunderschöne Zeit zurückblicken. All die vielen schönen Dinge die wir gesehen haben, die vielen netten Leute die uns auf unserem Weg begleiteten, so viel Glück wie uns widerfahren ist… Im Nachhinein bleibt fast restlos zu sagen, dass wir alles aber auch alles richtig gemacht haben. Am Ende tickte die Zeit so schnell herunter, kaum zu glauben. 8 Monate vergingen wie im Flug… Der Trip brachte uns nicht nur einige erlebnisreiche Tage, sondern hat uns auch vieles gelehrt. Die so genannte “Ich-Gesellschaft” hat hier noch keinen Einzug erhalten. Die Hilfsbereitschaft und das allgemeine Interesse an seinen Mitmenschen hat uns sehr geprägt. Ob wir es schaffen etwas davon mit nach Deutschland zu bringen und zu “retten”, wird sich noch zeigen… Für uns steht jedenfalls fest, dass es gar nicht so fern ist, einen Fremden nach Hause einzuladen - ganz entgegen dem allgemeinem Denken. Wie auch immer… für all die schönen Dinge die uns durch die australischen Ansässigen entgegengebracht wurden, sind wir mehr als nur dankbar.
Was ist so passiert in den letzten Tagen? Am Sonntag habe ich ja bereits einige Sachen angerissen und ein wenig Neugierde geweckt. Die größte Sorge und wohl schwerste Last die wir zu tragen hatten als wir von Townsville nach Cairns zurück gekehrt sind, war wohl ohne Zweifel der Verkauf von Hoppel. Kaum auszudenken was gewesen wäre, wenn wir ihn nicht los bekommen hätten… bzw. wenn wir ihn für einen Hungerlohn hätten abgeben müssen…!? Um ehrlich zu sein, basierte die Finanzierung unseres Asientrips leichtsinnigerweise auf dem Verkaufswert von Hoppel. Grund genug um auf einen reibungslosen Verkauf zu hoffen. Nachdem wir nun also alles gewienert hatten und den “Red Rocket” Schriftzug aufsprühten haben wir eine Verkaufsanzeige gestaltet und auf gelben Papier gedruckt. Auflage: 30 Stück.
Damit haben wir so ziemlich jedes Blackboard der Stadt, sowie sämtliche Hostels der Stadt zugekleistert. Frei nach dem Motto viel hilft viel. Das ganze war Sonntags am späten Nachmittag. Prompt kam ein Anruf der ersten Interessenten - wahnsinn! Da haben wir natürlich erstmal gekichert wie die kleinen Kinder und haben uns darüber gefreut… Das englische Pärchen hat das Auto noch am gleichen Abend besichtigt. Verblieben sind wir mit der üblichen Bedenkzeit… Alles gut, das war unser erster Tag. Noch brauchten wir uns keine Sorgen machen und wir hatten auch noch immer guten Spielraum um mit dem Preis zu spielen. Nur mal so nebenbei: wir haben den guten Hoppel für 2300 A$ gekauft, mit Inspektion, Werkstattkosten und dem was wir alles hinzu kauften, haben wir in etwa 3400 A$ investiert. Ausgeschrieben haben wir ihn auf unseren Anzeigen für 3900 A$. Genügend Spielraum für “Verhandlungen”… Mein Ziel war es immer 3000 A$ rauszuschlagen. Gerechnet haben wir jedoch kaum mehr damit… schließlich herrscht hier ein reges Überangebot an zu verkaufenden Backpacker Van´s. Sooo… zurück zur Verkaufshistorie… Am Montag haben wir dann noch vor dem Mittag den nächsten Anruf erhalten. Sein Englisch war kaum zu verstehen… “Car… look for it… where? … when?” Das war so ziemlich alles was wir am Telefon verstanden. Egal! Hauptsache er hat genügend Asche!
So haben wir uns getroffen, er hat einen gründlichen und nicht ganz unkundigen Blick auf das Auto geworfen. Ich merkte gleich… Achtung! Fisch schwimmt um den Köder und beißt gleich zu… es dauerte nicht lange und das Verhandeln begann… da wir noch genügend Zeit übrig hatten und merkten das er wahrlich interessiert war, ließen wir uns noch mit den 3200 offerierten A$ abspeisen (was ja trotzdem deutlich über den erwünschten Erlös lag). Ich ließ ihn zappeln und sagte wir könnten keinesfalls unter 3600 gehen.
Wir trennten uns mit der üblichen Bedenkzeit. Am Abend wollte er das Auto noch einmal sehen. Dieses mal mit seinem Freund. Nun haben wir auch eine Probefahrt gemacht. Ich habe ihn natürlich nicht ans Steuer gelassen, da er sonst die etwas schwierige Gangschaltung fühlen würde. Bei der Fahrt habe ich immer aufgepasst wie ich über bestimmte Huckel und Straßenlöcher fahre, andernfalls meldet sich Hoppel mit Quitschen und Klackern zu Wort. Nach der “Probefahrt” hat der Fisch den Köder bereits fast verdaut. Bei 3500 A$ habe ich an der Winde gekurbelt und das Prachtstück an Land gezogen… jiihhaaa… Da es bereits spät Abends war und es für uns unmöglich gewesen wäre uns so schnell zu organisieren (Sachen endgültig packen und ausräumen) und eine Unterkunft zu finden, haben wir uns auf den nächsten Morgen verabredet. Dienstag früh lief dann alles reibungslos über die Bühne. Die Jungs hatten das Geld Cash dabei, wir haben ihnen mit dem Papierkram geholfen und sind schnur stracks abgehauen ohne uns umzudrehen. *schnief* So haben wir unseren treuen Reisebegleiter dann einfach so hinter uns gelassen… Am gleichen Tag haben wir ihn noch 2 mal mit einem komischen Gefühl gesehen, danach nie wieder. Hier ein Bild der glücklichen Käufer…
Wahnsinn! So haben wir also 3500 A$ raus geschlagen. Auch wenn es wirklich nicht leicht fiel Hoppelchen weg zu geben, waren wir über den Verkauf doch sehr glücklich. In der Zwischenzeit hatten wir uns nach möglichen Unterkünften erkundigt. Etwa 50-60 A$ hätten wir pro Nacht einplanen müssen. Nun hatten wir erneut Glück, da uns eine kostenlose Unterkunft von der alten Frau (Betty) offeriert wurde. So haben wir für die vergangene Nächte nochmals eine Menge Geld gespart. Man kann durchaus sagen, dass wir uns ihr Haus mit zusammen teilen. Wenn sie nicht da ist, so ist es unser. Wir haben einen Schlüssel. Sie ist so froh darüber das jemand da ist mit dem sie reden kann… Zudem haben wir sie einige Male bekocht. Sie hat wohl jedes Mal sehr genossen… Vorgestern, am Dienstag, haben wir sie zum Essen ausgeführt. Ein Restaurant ihrer Wahl sollte es sein… Das sie auf spartanische “Fish & Chips” (fritiertes Fishfilet mit Pommes - sehr einfach) aus war hatte ich nicht gerade erwartet, es sollte uns jedoch auch nicht stören…
Als wir also Hoppel verkauft hatten, fiel eine große Last von unseren Schultern. Zunächst war ich am Donnerstag letzter Woche erneut auf dem Boot und habe für zwei kostenlose Tauchgänge als Aushilfskraft gearbeitet. Um in die Stadt zu kommen (etwa 15 km entfernt), war ich auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen - aber ansonsten war der Tag traumhaft.
Die See war recht rau, so dass unzählig viele Leute vom “Kotzbeutel” Gebrauch machen mussten… das ist nichts unnormales. Das Spezielle diesen Tages war die Hochzeit auf dem Boot. Die Trauung wurde an Board durchgeführt. Anschließend hat sich das Pärchen in die Taucheranzüge geschmissen und ist auf 18m Tiefe abgetaucht um die Ringe zu tauschen. Ist das nicht toll? Bei meinen Tauchgängen habe ich endlich eine Schildkröte gesehen. Unglaublich wie schnell die sind. Ich dachte immer das sind die Schnecken der Unterwasserwelt. Wie auch immer… ein schöner Anblick wie sie so durchs Wasser gleiten. Der Tagestrip wurde dann auf der Rückfahrt noch mit einem I-Tüpfelchen gekrönt. “Achtung - Wal voraus” ertönte es durch die Lautsprecher. Es ist Gesetzt, dass wenn sich ein Boot einem Wal mehr als 200m nährt, dieses die Maschinen ausschalten muss. So sind wir regungs- und geräuschlos durchs Wasser getrieben… Alle sind ans Fenster gestürmt und haben darauf gewartet, dass er sich ein weiteres Mal blicken lässt. Nach etwa 20 Sekunden kam er massiv aus dem Wasser geschossen, drehte sich in der Luft auf den Rücken und knallte dann wieder ins Wasser. Massiv! Der gute Kerl war groß. Einfach nur groß. Keine Ahnung wie lang. Groß! Die Wasserverdrängung war gewaltig. Auch als er uns nochmals seine Flosse zeigte war das ganze Boot am feiern und voller Freude. So etwas sieht man nicht alle Tage, ließ ich mir von der eingefleischten Crew bestätigen. Dieses Erlebnis gab mir für den restlichen Tag ein wahnsinnig gutes Gefühl… Zurück auf dem Festland war ich wieder auf dem doofen Bus angewiesen… verpasst! Waahh… Alles in allem war ich 3h nach Arbeitsschluss “zu Haus”…
Währenddessen hatte Jule ihre ersten Stunden auf der Cairns Show gearbeitet. Diese Show dreht sich rund um Landwirtschaft. So zumindest der tiefere Sinn. Das Rahmenprogramm ließ davon jedoch nur wenig verspüren. Um es in eigenen Worten zu beschreiben… Rummel + örtliche Artistengruppen + unzählig viele und unnütze Stände + Showbags. Showbag? Was ist denn das? Ja, das haben wir uns auch gedacht… Jule bekam den Job als Verkäuferin für Showbags in einem Warenhaus. Eine Showbag setzt sich aus den unterschiedlichsten Dingen zusammen. Dabei wird eine einfache Plastetüte mit tollem Aufdruck mit sämtlichen Krims Krams gefüllt. Spiderman, Superman, Winnie the Pooh, der rosa rote Panther, Sponge Bob, Scoobie Doo, Simpson, Highschool Musical, Shrek… sind nur einige Motto´s der Angebotspalette. Eine dieser kostete etwa zwischen 15-20 A$. Unglaublich wie viel Geld manche Leute dafür ausgegeben haben. Spitzen bis zu 10 oder mehr Beutel in einem Wert von über 200 A$. Ich glaube die wissen einfach nicht wohin mit ihren Moneten. Hier hier!
Jule hatte an dem Donnerstag fünf Arbeitsstunden und erst spät Schluss. Ich wollte sie nicht alleine mit dem Bus heim fahren lassen, so haben wir nach einer Lösung gesucht. Ursprünglich wollte ich erneut in die Stadt fahren, sie aufgabeln und gemeinsam wieder zurück. Nun kam jedoch das unglaubliche Angebot, das Auto von Betty´s Tochter zu benutzen. Um es vorweg zu nehmen: Wir sind dieses Auto im Grunde weitere 4 Tage gefahren… einfach so! So war der Abholservice nicht notwenig, da Jule selber gefahren ist.
Die Cairns Show ist die größte Veranstaltung des Jahres in der Stadt. Mit mehr als 70 000 Besuchern ist dies auch durchaus verständlich. Am Freitag musste Jule nochmals für weitere 10h Arbeit ran. Ich bin später zur Show hinzu gestoßen um mir alles mal anzusehen und auf das abschließende Feuerwerk zu warten. Es wurde durchaus einiges geboten. Der australischer Meister der diesjährigen Cheerleeding Wettkämpfe hat eine heisse Darstellung geboten :-), Autos auf zwei Rädern, Wettkämpfe von Holzfellern, Stuntshows und und und… nicht schlecht. Das Feuerwerk hatte etwas ganz besonderes. Es wurde zu Gedenken von Michael Joseph Jackson gewidmet. Wie ich empfand eine klasse Sache. Sie haben die ganze Zeit einen Zusammenschnitt seiner ganzen Hit´s im Hintergrund gespielt. Viele Leute hatten Tränen in den Augen… Es war Gänsehaut pur! Jule hat mit ihrer Arbeit auf der Show die Kasse mit weiteren 200 A$ aufgebessert und hatte sogar noch spaß dabei.
Sonntag, Montag und Dienstag standen dann voll im Zeichen des Tauchens. Es war wieder Arbeiten auf dem Boot angesagt. Während wir Sonntag gemeinsam raus durften, da zwei Plätze frei waren, konnte Montag und Dienstag jeweils nur einer von uns. Gemeinsam eine Aushilfskraft zu sein war etwas Neues… alles war jedoch wie gewohnt. Die Passagiere haben ihr Kotztüten gefüllt und jegliche Farbe im Gesicht verloren… Um ehrlich zu sein, haben wir uns schon immer ein wenig darüber lustig gemacht. Viel witziger war es dann für mich, als Jule auch mal raus an die frische Luft musste, da sich ihr der Magen umdrehte.
Das erste mal in ihrem Leben Seekrank. Wie auch immer… unser erster Tauchgang war der Hammer! Für uns beide bisher der schönste überhaupt. Zunächst ist eine Schildkröte über uns hinweg geschwommen und dann haben wir noch weitere 4 Haie gesehen. Dieses mal haben sie mich richtig nahe heran gelassen. Einer davon, der größte, hat mich die ganze Zeit gemustert. Ich konnte seine Augen beobachten. Als ich auf 1-2m heran war, hat er sich aufgemacht und seinen Weg um uns herum davon geschlängelt. Wwuuuhhaaa… das ist ein Gefühl! Sie schwimmen soo elegant. Jule hatte zwischendurch auch mal ein wenig Panik, da sie von einem verfolgt wurde… hihi… ich war etwas weiter vorne und habe es gar nicht mitbekommen. Zu der Zeit hat sie durch ihr Herzrasen wohl doppelt so viel Sauerstoff verbraucht als normal… toll! Das war ein super Tauchgang, ebenso wie der restliche Tag!
Da ich mit einer Erkältung zu kämpfen hatte, ist Jule Montag und Dienstag dann alleine gegangen. Mit Erkältung ist beim Tauchen nicht zu Spaßen. Ich habe den Druck im Kopf bereits am Sonntag gemerkt, jedoch nichts gesagt…
Vernünftigerweise habe ich ihr dann jedoch den Vortritt gelassen. Währenddessen war ich dann mit auskurieren und organisieren beschäftigt. Unsere Steuererklärung haben wir auch geschafft. Juchhuuu… Dabei gab es einige Huddeleien… Wir brauchen für die Rückforderungen alle Einkommensnachweise, so nenne ich diese nun mal, welche bis heute noch nicht eingetrudelt sind. Das finanzielle Jahr endet hier im Juni, sozusagen perfekt für uns. Die meisten Arbeitgeber kommen jedoch mit dem Bürokrams nicht so schnell hinterher, so dass es sich bis Ende August hinaus zögern kann bis man alles in den Händen hat. So hieß es für uns, überall hinterher zu telefonieren und die fehlenden Dokumente zu besorgen. Ich hoffe wir haben es nun alles zur Zufriedenheit des Finanzamtes abgegeben. Von Deutschland aus wird es sicherlich nicht so einfach allem nachzukommen.
Unserer so sehr vermissten Leidenschaft, dem Volleyball, sind wir die Tage auch noch nachgekommen. Cairns verfügt über eine wunderschöne 3-Felder Beachanlage mit Flutlicht und ein paar netten Tribünen. Das ist einer der wenigen Orte wo man so etwas vorfinden kann. Volleyball ist in Australien leider ganz und gar nicht populär. Das sieht man auch schnell daran, dass es nur wenige Klassen bis zur bundesweiten Liga gibt. Hier dreht sich primär alles um Rugby in seinen verschiedensten Formen, Cricket und Schwimmen. Ich bin mir so gut wie sicher, dass kaum ein Deutscher auch nur einen blassen Schimmer über die Regeln von Rugby und Cricket hat. Erstgenanntes hat uns immer riesigen Spaß beim zuschauen bereitet. Ich glaube das werde ich ein wenig vermissen…
Die letzten Tage haben wir uns ein wenig was gegönnt und nicht immer so sehr auf das doofe Geld geachtet. Mittwoch waren wir nach einem letzten mal Shoppen in der Stadt, einem Friseurbesuch und dem ausgiebigen Essen gehen Pokern. Pokern im Casino Stil ohne für den Buy-In zu bezahlen. Klingt doch nicht schlecht oder? Bereits vor 3-4 Wochen haben wir einmal gespielt. die Teilnehmerschaft erstreckt sich in der Regel über 20-30 Personen an 4 Tischen. Es gibt keine großen Preise. Der mit Abstand attraktivste ist der für den Gewinner: 50 A$ Trinkgutschein!
Nachdem ich beim letzten Mal enttäuschend im Headsup unterlegen war und Zweiter geworden bin, war diese Woche das Glück ein wenig mehr auf meiner Seite. Jjiiihhaaa… Sieg! Und nun… wer denkt wir können schön entspannt unsere erspielten Drinks schlürfen hat sich geirrt. Wir hatten noch 20 min Zeit unm den Gutschein auf den Kopf zu hauen, da anschließend unser Bus fuhr. Hhuuu… Bus! hrr… aber naja, nichts ist unmöglich! Will jetzt mal lieber nicht weiter ausführen… wir hatten auf jeden Fall beide die Kurvenschuhe an!
Den Gutschein haben wir alle bekommen… hihi Brauchen ja schließlich auch ein paar Trainingseinheiten bevor wir nach Hause kommen.
Gestern ging der ganze Tag mit Blog schreiben (den konnte ich nicht in einem Ritt verfassen) und dem finalem Sachen packen vorüber. Das Backpacker Leben ist sooo stressig. Ich frag mich wer so etwas freiwillig macht!? Anschließend sind wir mit dem Bus, meinem guten Freund, zum Wasserski gefahren. Das war Fun! Unter Flutlicht haben wir Kreise um die Bahn gedreht. Dabei haben wir auf verschiedensten Hilfmittel versucht übers Wasser zu gleiten. Kneeboard, Wakeboard und Wasserski. Es war echt witzig… leider kann man da immer nur für sich alleine auf dem Board Party machen. Jule war hier in Sachen Boardbeherrschung um längen besser… hab mich schön droppsig angestellt um den Start hin zu bekommen. Naja… war trotzdem sehr sehr lustig. Gerne wieder!
Sooo… damit sind wir nun am Ende unseres Aufenthaltes in Australien. In nur wenigen Stunden geht unser Flieger nach Hong Kong. Australien in Zahlen und Fakten…
- insgesamt haben wir etwa 25 000 km auf den Straßen zurück gelegt (etwa 4500 bei dem Trip zum Ayers Rock, den Rest mit Hoppel bei etwa 80-90 km/h Durschnittsgeschwindigkeit)
- damit haben wir etwa 300h im Auto gesessen und die Pylonen am Straßenrand gezählt (an die angehenden Mathematiker: Bitte nicht nachrechnen, es ist nur grob überschlagen! ;-))
- wir haben insgesamt in 11 1/2 Wochen etwa 16 000 A$ erarbeitet und mindestens so viel verbraten…
- das ganze spielte sich in einem Zeitraum von 251 Tagen, fast 36 Wochen ab
- wir hatten in der ganzen Zeit etwa 10-15 Tage Regen
- Höchsttemperatur: 42°, Tiefsttemperatur: etwa 5-10°
Hier habe ich mal eine kleine Übersichtskarte gestaltet. Dabei ist unser zurückgelegter Weg mit dem Auto blau, die Flug- bzw. Fährenstrecken grün und die uns wichtigsten Punkte (Orte an denen wir uns länger aufgehalten haben oder die wir besonders schön empfanden) rot eingezeichnet.
(nur noch mal so zur kleinen Größenorientierung: allein der Bundesstaat Queensland ist größer als halb Europa…)
Es war eine geile Zeit! Zeit die wir sicherlich in unserem ganzen Leben gerne mal wieder aus dem verstaubten Hinterhirn nach vorne kramen und uns gerne wieder daran erinnern. Wie bereits angesprochen steht nun die nächste Etappe bevor. Nun will ich erstmal Aufklärung darüber geben, wo uns der Weg in Asien nun hinführen soll…
Angefangen damit, dass wir heute Abend in Hong Kong landen. Dort haben wir bereits ein Hostel / Hotel gebucht, in welchem wir die kommenden drei Nächte verbringen werden. Dies gibt uns etwa 2 1/2 Tage um in Hong Kong auf Erkundungstour zu gehen. Am kommenden Montag nehmen wir einen weiteren Flieger nach Bangkok in Thailand. Die Zeit zwischen der Ankunft in Bangkok und unserer Rückreise am 19. August zurück nach Hong Kong steht noch vollkommen offen. Dieser Flieger geht jedoch dann von Kuala Lumpur in Malaysia. Wenn wir hier eines gelernt haben, dann ist das: beim Reisen nicht zu viel zu planen - einfach ma guggen was so kommt! Oder besser wie der Australier sagen würde: “No worries”. De facto haben wir vom 27. Juli bis 19. August etwa 24 Tage Zeit um umherzureisen und in Kuala Lumpur anzukommen. Wie, ob Bus, Bahn, Auto, oder wie auch immer… keinen blassen Schimmer! Wo es lang geht? Keine Ahnung! Wir haben uns ein nettes Buch gekauft, welches uns genügend Informationen in allen Lebenslagen bereitstellt. Also keine Sorgen Mami´s und Papi´s… das einzig wichtige ist, dass wir nicht unseren Anschlussflug in Hong Kong verpassen - das werden wir schaffen!
Normalerweise wollte ich mich an dieser Stelle noch ein wenig über Air Asia auslassen, bei welcher wir die zwei Zwischenflüge gebucht haben. Ich denke jedoch ich habe nun genug geschrieben. Die Finger glühen… Zudem gerate ich ein wenig unter Zeitdruck. Jetzt gibt es noch ein letztes Mal ein großes Frühstück. Bacon & Egg… (gebratener Hinterschinken mit Ei) Noch mal schön mästen bevor wir kommend nur noch mit Reis abgespeist werden…
Leider sind diese Woche nicht all zu viele Bilder im Blog. Liegt wohl daran, dass ich nichts fotografiert habe!? Sorry dafür. Mir hat jedoch jemand geflüstert, dass im nächsten Blog ganz sicher wieder welche vorhanden sind.
Fühlt Euch alle samt ganz lieb gegrüsst, bis nächste Woche Sonntag (in 9 Tagen) von Bangkok…
Jule&Nico
PS: Noch ein kleiner Zusatz. Da leider niemand bei der letzten Quizzrunde erraten hat wo der Koala versteckt ist, hier nun eine neue Aufgabe. Der erste der die richtige Nation der Käufer von Hoppel errät, wird von mir persönlich zum Eis eingeladen. Also - ran halten!!! ![]()




